Texte, Maschinen und Menschen

Text für Blogartikel mithilfe von Programmen für Menschen erstellen

Ich schreibe meine Blogartikel zuerst in Open Office, bearbeite sie dort und poste den fertigen Artikel in meinem Blog. Die Artikel direkt im Editor des Blogs zu schreiben, finde ich zu unbequem. Mir ist es lieber, ich habe den gesamten Text auf einen Blick, ohne unnötig zu scrollen.
Entgegen Word liefert mir Open Office nicht die Möglichkeit die Anzahl meiner Wörter unten links in der Statuszeile abzulesen. Für das Problem gibt es drei Lösungen.

Zunächst mit dem Cursor In die Seite klicken, anschließend mit der Taste Strg+ F2 öffnet sich das Fenster Feldbefehle. Dort wähle ich im Reiter Dokument unter Feldtyp „Statistik“, unter Auswahl „Wörter“ und im Feld Format „Wie Seitenvorlage“ aus. Jetzt nur noch einfügen und die Wörter werden gezählt. Allerdings werden diese nicht Live gezählt, sondern nur aktualisiert, wenn ich die Taste F9 drücke oder das Dokument abspeichere.

So sieht das aus:

woerter_zaehlen_in_open_office

Wem das bereits zu viel ist, kann die Anzahl der Wörter auch unter Datei → Eigenschaften aufrufen oder Extras → Wörter zählen.

Wie lang ist zu lang?

Laut Faustregel sollte ein Blogartikel mindestens 200 und maximal 1000 Wörter aufweisen. Laut Studien nimmt das Interesse des Lesers ab 500 Wörtern stetig ab.
Keine Regeln ohne Ausnahmen, bzw. Alternativen. Handelt es sich bei einem Artikel um ein spannendes Thema, wird der Leser diesen bis zum Ende lesen. Allerdings ist Spannung eine subjektive Angelegenheit. Alternativ zu langen Artikel kann man diese in Artikelserien aufspalten. Dadurch erhalten längere Artikel den Charakter eines Fortsetzungsromans, bei dem die Leser sich bereits auf den nächsten Teil freuen. Aber auch hier muss darauf geachtet werden, dass die Serie nicht übermäßig in die Länge gezogen wird.

Text fertig. Was nun?

Jetzt kommt der Qualitätscheck. Strotzt mein Text mit Füllwörtern ? Bin ich der König des Nominalstils? Bin ich ein Phrasendrescher?

Mit dem Online Tool von Schreiblabor ist es ein Leichtes nicht nur herausfinden wie viele Füllwörter mein Text aufweist, sondern auch welche ich wie oft benutzt habe. Anhand der Aufstellung kann ich Korrekturen vornehmen und meinen Text optimieren. Das Blabla Meter ermittelt den Bullshit Index meines Textes. Geprüft wird der übermäßige Gebrauch von Nominalstil und Phrasen. Optimal ist ein Wert zwischen 0,1 – 0,2%.

Der Mensch

Schreiblabor und Bullshit Analyzer sind nicht in der Lage eine inhaltliche Bewertung vorzunehmen. Dies bleibt immer noch der Interaktion zwischen Autor und Leserschaft überlassen. Das ist auch gut so. Maschinen können die Feinheiten der Sprache nicht korrekt analysieren. Ein Programm erkennt keine Ironie, kann mit Sarkasmus nichts anfangen. Wie soll eine Maschine stilistische Hilfsmittel messen, bei deren Interpretation bereits Menschen Schwierigkeiten haben diese richtig einzuordnen?

Text fertig, Post raus. Moment…

Der Text ist geprüft, korrigiert und gierig darauf gelesen zu werden. Text markieren, kopieren und im Blog einsetzen. Habe ich mir die Mühe gemacht, bereits in Word oder Office meine Überschriften zu markieren, Text fett und kursiv gestellt, Passagen unterstrichen und diesen in meinem Blog in den visuellen Modus eingefügt, erlebe ich eine böse Überraschung! Schalte ich in den Text Modus, sehe ich warum. Der Text zieht Office Attribute mit sich; das führt dazu, dass der Text im Quelltext überflüssige span tags enthält. Vermeiden kann ich dies, indem ich den Text vorab nicht formatiere und gleich in den Text Modus einfüge.

spantext

Jetzt sind meine Vorbereitungen abgeschlossen und mein Text kann endlich seine Freiheit genießen.

Mein Text hat 606 Wörter, davon 25 Füllwörter, was ein Anteil von 4,09% ist. Die Wörter auch und bereits habe ich 5x benutzt. (Verdammt!) Mein Bullshit Index liegt bei 0,18%.

Nun Ihr!

Wie bereitet Ihr Euren Text vor? Welche Tools benutzt Ihr? Bin gespannt auf Eure Antworten und neugierig auf Tipps!

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Uwe Schug

Mediengestalter bei Pixelprimus
Von Beruf Mediengestalter, blogge ich über die Themen Content Management, Suchmaschinenoptimierung und Social Media
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One comment on “Texte, Maschinen und Menschen
  1. Uwe Schug sagt:

    Nachtrag:

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich meine Keyworddichte mit einem Worpress Plugin berechnen lasse.

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